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| Ruanda |
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Wie
gesagt, wir waren nur kurz in Ruanda, um dort die letzten noch lebenden
Berggorillas zu besuchen (die Population wird auf ca. 700 geschätzt).
Ruanda, ein Teil der ehemalige deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika, wird für
mich immer in Verbindung mit einem der schauderhaftesten Völkermorde der
neueren afrikanischen Geschichte zu sehen sein. Über eine Million
Menschen wurde ermordet, nahezu 90% der Tutsis verloren ihr Leben.
Das Land bemüht sich derzeit unter dem Motto „ Wir sind
Ruander“ einen Schlussstrich unter die Geschehnisse zu ziehen. Ich kann
nicht beurteilen, inwieweit dies gelingen wird – vermute jedoch, dass es
einige Generationen brauchen wird. |
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Das
für mich absolute Highlight war unser Abstecher nach Ruanda, um dort im
Vulcanoes- NP eine Gruppe der letzten noch verbliebenen Berggorillas zu
sehen.
Als ich vor über 20 Jahren den Film „Gorillas im Nebel“
gesehen hatte, dann auch noch das Buch gelesen habe, beschloss ich damals
schon, dass ich irgendwann einmal selbst nach Ruanda reisen werde, um
diese Tiere zu sehen.
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| Der Besuch der dort lebenden Gorillagruppen ist
streng reglementiert. Es gibt im besagten NP 13 Gruppen, von denen jedoch
nur 7 von Touristen besucht werden können. Der Besucherandrang ist so
hoch, dass das Permit für einen Besuch mindestens 1 Jahr im Voraus
beantragt werden muss.
Dieses kostet US $ 500 und beinhaltet nur den Eintritt und den NP und die
Erlaubnis, dort an einem Gorilla-Trecking teilzunehmen – ob man einen
Gorilla sieht, ist dabei ungewiss.
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Wir hatten ein Permit für den 22.08.
und so sind wir bereits am Vortag eingereist, haben in Ruanda übernachtet
und sind dann um 6.00 Uhr morgens zum Headquarter aufgebrochen. Dort
wurden alle Besucher zunächst registriert und in Gruppen zu höchstens 8
Pers. eingeteilt.
Bild
links: An der Grenze nach Ruanda |
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| Wir haben am Tag zuvor im Guesthouse 4 nette deutsche
Reisende kennen gelernt, die ihr Permit für den selben Tag hatten und
kamen dann auch in eine Gruppe (was wiederum eine Geschichte für sich
ist). Zunächst fand ein recht ausführliches Briefing statt, uns wurde
die Gorillagruppe, für die wir eingeteilt waren, vorgestellt,
Verhaltensregeln wurden genannt,….usw. Und dann sind wir losmarschiert -
eskortiert von zwei schwerbewaffneten Soldaten der ruandischen Armee (weil
vor einigen Jahren zwei Rancher und zwei Touristen von kongolesischen
Rebellen ermordet wurden, müssen nun alle Gorillatreckinggruppen von
bewaffneten Soldaten begleitet werden) und geführt von zwei Ranchern ging
es erst durch die Felder der Dorfbewohner und dann supersteil bergauf auf
einem schmalen Pfad durch den Regenwald. Nach ca. 50 min. haben wir schon
die Tucker getroffen, die wussten, wo sich „unsere“ Gruppe aufhält.
Wir mussten alles zurücklassen – Rucksäcke, Wanderstöcke legten wir
ab und nur mit Kameras ausgerüstet ging es weiter.
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| Und was soll ich sagen
– es war richtig bewegend.
Auf einer kleinen Lichtung befand sich „unsere“ Gruppe mit insgesamt 8
Tiere. Ein Silberrücken, zwei Weibchen mit Jungen und drei
„Jugendliche“. Wir durften eine Stunde dort bleiben, haben unzählige
Bilder gemacht, bevor wir uns
wieder auf den Rückweg machten.
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Mutter mit 3 Monate
altem Jungen |
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Silberrücken |
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| Ich war sehr berührt von der Begegnung
und vor allem tief beeindruckt vom Umgang der Gorillas innerhalb der
Gruppe. Sehr aufmerksam, sehr ruhig und sanft. Vor allem der Kontakt
zwischen den Gorillaweibchen mit ihren erst wenige Monate alten Jungen
erschien uns sehr menschlich. Wir haben diese Begegnung unter der
Kategorie „once in a lifetime“ oder „must seen“ abgespeichert.
Na ja, irgendwie haben wir mittlerweile einen weiteren Besuch bei
einer Gorillagruppe in Uganda auf der Agenda...
Wir
sind gleich nach der Tour wieder zurück nach Uganda und haben den
besonderen Tag mit einem gemütlichen Abendessen mit den o.g. Deutschen in
einem geschichtsträchtigen Guesthouse, in welchem schon Dian Fossey und
Prof. Dr. B. Grzimek abgestiegen sind, ausklingen lassen.
Die Steigerung der Besucherzahl ist unglaublich: 1994 : 61 Besucher,
2008: fast 40.000 Besucher
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| Weitere
Impressionen |
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