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| Um einer 12-stündigen Busfahrt
für 12 € zu entgehen, haben wir uns
den Luxus eines Fluges für € 55 gegönnt. So sind wir von Sucre in 1 Std.
zum höchstgelegenen Flughafen und zugleich zum dem höchsten Regierungssitz der Welt geflogen. |
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Haus
an Haus - und kein Ende sichtbar
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| La Paz ist eine Stadt, deren Ausmaße man sich
kaum vorstellen kann. Diese Stadt scheint
grenzenlos, laut, voll, eng, lebendig, modern, marode, fortschrittlich und sehr
traditionell - eine Stadt die alle Sinne berührt und bei uns nicht die allerbesten
Erinnerungen weckt. Wir haben Reisende getroffen, die von La Paz
begeistert waren - aber Eindrücke sind ja bekanntlich immer sehr
subjektiv. |
| La Paz wurde
von den Spaniern in einem Talgrund gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte
ist die Stadt die Hänge emporgewachsen und breitet sich weiter auf der
über 4000 m hohen Hochfläche aus. Die tiefsten Stadtteile liegen auf ca.
3000 m ü. d. Meeresspiegel. Hier im etwas gemäßigteren Klima leben die
Reichen, während die arme Bevölkerung in Alto, auf der Hochfläche
lebt, wo das Klima rau und kalt ist. La Paz ist Lateinamerikas
schnellstwachsende Stadt. |
| Der Verkehr in
La Paz ist gnadenlos und die Luft in der Stadt unvorstellbar.
Besonders in den engen
Gassen, durch die sich uralte Busse, ebensolche Autos und Mopeds drängen
und schwarze Rußwolken ausstoßen, gibt es kaum Luft zum Atmen.
Eigentlich wollten wir noch einige Museen anschauen und noch ein wenig
einkaufen - aber nach 3 Tagen sind wir kurzentschlossen abgereist. Wir
sehnten uns nach Weite, nach dem Gefühl, tief durchatmen zu können und
nach Ruhe.
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Um
uns einen ersten Überblick zu verschaffen und uns grob zu orientieren,
haben wir, wie in so vielen Städten, die wir besucht haben, den Hop on -
hop off - Bus genutzt. Hier erhält man in kurzer Zeit viele Informationen
und bekommt einen guten Überblick über die Dinge, die sich lohnen,
genauer angeschaut zu werden.
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| Auch wenn ich kein Fan dieser Stadt bin, so hat die Mischung
zwischen Tradition und Moderne doch etwas für sich. Am Morgen drängen
sich Herren im Businessanzug neben traditionell gekleideten Frauen mit
zig-Schichten von Röcken und Bowlerhats durch
die Strassen. |
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| Moderne Bankgebäude neben alten Kolonialbauten, Hightech
neben vorsintflutlich anmutenden Stromleitungen. |

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Nicht meckern,
wenn der Strom ausfällt - dankbar sein, dass es überhaupt Strom
gibt. |
| Ist man in La
Paz, so gewinnt man den Eindruck, dass diese Stadt vom Handel und von
Dienstleistungen lebt. Überall gibt es Läden, Straßenstände, kleine
Märkte, Kioske, Friseure, Kneipen, Restaurants, .... |
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Schreiberin
vor dem Gericht |
| Und während wir in La Paz waren, fand der alljährliche Dia del Mar statt.
Hier wird der Tag bedacht, an dem Bolivien im Krieg gegen die Chilenen seinen Zugang zum Pazifik
verloren hat. Dieser Stachel sitzt offensichtlich tief im kollektiven
Bewusstsein des Landes. Wie oft haben wir von diesem Ereignis gehört, bzw. wurden in
irgendeiner Form damit konfrontiert.
Auf der Plaza hinter
unserem Hostal fand die große Militärparade statt, Evo Morales, der
Präsident des Landes war zugegen, Ehrengarde, Kranzniederlegungen,
Sicherheitsvorkehrungen,.....und das Verkehrschaos in der Stadt wurden
noch schlimmer. |
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Streetlife |
Nein, ich
habe die Kollegen der Caritas in Bolivien nicht besucht - ich habe
schließlich noch Urlaub |
| Während wir
in La Paz waren, haben wir das alte und das neue La Paz gesehen, wir sind
durch die Stadt spaziert, haben uns Kirchen, koloniale Gebäude, Märkte,
steile Gässchen, repräsentative Plazas angeschaut und die Stadt auf uns
wirken lassen. Trotz schöner Ecken, gemütlicher Cafés und einer
ausgesprochenen Vitalität hat uns diese Stadt nicht in ihren Bann ziehen
können. |
| Während
unseres Aufenthaltes in La Paz haben wir uns die bedeutendste
archäologische Stätte in Bolivien, ca. 70 km von La Paz entfernt,
angeschaut.
Tiahuanaco, eine
Ruinenstätte einer Prä-Inka-Kultur auf der kargen Hochebene des
Altiplanos und ein religiöses und administratives Zentrum der damaligen
Zeit.
Bis heute kann man weder
das Alter der Ruinen exakt (ca. 100 v. Chr. - 1000 n. Chr.)
bestimmen noch kann man genau sagen, weshalb die Anlage errichtet wurde.
Man vermutet jedoch, dass sie, aufgrund der nach genauen astronomische
Gesichtspunkten ausgerichteten Lage, vorwiegend religiösen Zwecken
diente. |

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Viel ist nicht mehr
übrig von der gesamten Anlage. Die Spanier haben die Stätte geplündert
und die Steine für den Bau von Häusern und Kirchen verwendet. Und
dennoch gewinnt man einen Eindruck von der einstmals riesigen und auch
heute noch sehr beeindruckenden Anlage. |
| Thomas zog sich einen Infekt zu und fühlte sich
bereits den ganzen Tag nicht wohl. Und am Abend nach unserem Ausflug nach
Tiahuanaco sagte er: "Ellen, ich muss aus dieser Stadt raus!" - So bin ich
los, habe Bustickets gekauft, Geld für die Weiterreise geholt und wir sind am
nächsten Morgen zum Titicacasee gefahren. |
| Und da unsere
Reisefreunde Michael, Tanya (die das Bild gemacht hat und deshalb nicht
drauf zu sehen ist) und Sepp die gleiche Route hatten wir wir, haben wir
uns natürlich auch in La Paz allabendlich zum
Essen getroffen.
Hier im franz. Restaurant
La Comedy - schönes Ambiente und leckeres Essen. |
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| Liebe
Frau Waldvogel*,
da wir erfahren haben, dass Sie zu den treuesten Leserinnen unserer
Homepage gehören, möchten wir Sie an dieser Stelle herzlichst grüßen
und hoffen, Sie irgendwann mal persönlich kennen zu lernen. |
* Frau Waldvogel ist die Mutter
von Tanya
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