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| Chile
- San Pedro de Atacama |
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Von Purmamarca sind wir
in einer achtstündigen Busfahrt wieder nach
Chile eingereist - dieses mal nach San Pedro der Atacama.
Die Fahrt über die
steilen Pässe, durch die Hochebenen, vorbei an tiefblauen Launen und
weißen Salzseen war bereits sehr eindrücklich und eine gute
Einstimmung auf das, was uns in einigen Tagen in Bolivien erwarten
wird.
San Pedro war für
uns einerseits Ausgangspunkt für Touren in das Umland und zum anderen war
es auch ein geeigneter Ort, um uns auf die Höhenlagen in Bolivien, vorzubereiten. San
Pedro liegt auf knapp 2500 m ü. NN, die Touren,
die wir geplant hatten, waren alle auf Höhen über 4000 m ü.NN. So sind
wir täglich in die Hochlagen gefahren und am Abend wieder zurück nach
San Pedro. Ganz nach dem Motto: Climb high, sleep low.
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| Kirche
in San Pedro de Atacama |
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| Valle
de la Luna |
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| Eine
sehr abwechslungsreiche Tour führte uns in das Los Flamencos National
Reserve, welches aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit und
seiner kulturellen Bedeutung für die einheimische Bevölkerung zum
Schutzgebiet erklärt wurde. Das Valle de la Luna gehört zum Salar
des Atacama, einer großen Salzablagerung in der Atacamawüste und ist
nach seiner mondartigen Landschaft benannt. Es bildet das nördliche Ende
der Cordillera de la Sal. Diese größte Salzpfanne des Landes, gelegen
auf dem "ring of fire of Southamerica" wird von unzähligen
Vulkankegeln, allen voran dem fast symmetrische Kegel des Licancabur
(5916m), begrenzt.
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| Die
Beschaffenheit des Landschaftbildes im Valle de la Luna ist höchst unterschiedlich. Canyons,
Dünen, erodierte Felsformationen, Konglomerate und natürlich auch
Salzflächen prägen diese so unwirtliche und manchmal surreal wirkende
Gegend.
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| Die
Oberflächenstrukturen der Felsen waren bemerkenswert - nach dem Motto:
Kunst im Fels. |
| Wir haben den
Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna abgewartet - ein wirklich
schönes Erlebnis, weil sich im Licht der schwindenden Sonne die Farben
der Felsen kontinuierlich verändern. Und vor allem die Berge im Osten in
wunderschönen Farben leuchten.
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| Das
größte Geysirfeld der Welt befindet sich auf 4300 m über dem
Meeresspiegel. 64 größere und kleinere Geysire und hunderte von
Öffnungen in der Erdoberfläche, aus denen Dampf und
schwefelhaltige Gase austreten - dies ist die groben Zusammenfassung dieses
weltberühmten Naturschauspiels. |
| Morgens um
4.00 Uhr sind wir aufgestanden, um den Sonnenaufgang beim Geysirfeld zu
erleben. Es war klirrend kalt, aber der aufsteigende Dampf über dem
Geysirfeld in der Klarheit des Altiplanos im Licht der aufgehenden Sonne
hat uns die Kälte vergessen lassen und war einfach wunderschön. |
| Uns haben es
vor allem die Farben (bedingt durch Schwefel-, Salz und
Bakterienablagerungen) und Formen der kleinen Geysire angetan. Es ist
immer wieder beeindruckend, welch´ Kunstwerke die Natur hervorbringt. |
| Es sind nur
wenige Tiere, die sich an die harten Bedingungen dieser unwirtlichen
Landschaft angepasst haben. Wir waren erstaunt, immer wieder Vicunas dort
anzutreffen. Vicunas sind kleiner als Alpakas und Lamas und sind nicht
domestiziert. Ihre Wolle ist die teuerste der Welt und wir nur an die
Haute Couture der Welt verkauft.
Diese Tiere wurden
aufgrund ihres hochwertigen Fells und ihres zarten Fleisches exzessiv bejagt
und im Jahre 1970 waren sie im Norden Chiles nahezu ausgerottet.
Mittlerweile stehen sie in ganz Chile unter Schutz und ihr Bestand hat
sich, da sie keinerlei natürliche Feinde mehr haben, erholt.
Der Versuch, diese Tiere
zu domestizieren, scheiterte, da sie sich in Gefangenschaft nicht
fortpflanzen.
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| Vom
Geysirfeld sind wir zu warmen Quellen weitergefahren um uns dort ein
warmes Bad zu gönnen. Leider waren die Quellen nicht mehr als lauwarm und
so wurde aus dem geplanten ausgiebigen Bad nur ein kurzes Vergnügen. |
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Auf der Fahrt
zurück nach San Pedro de Atacama besuchten wir einen kleinen Canyon, an
dessen Hängen hunderte von Kakteen wachsen. Mitten in dieser so oed erscheinenden Gegend hätte man dies
so nicht erwartet.
Durch den Canyon führt
ein kleiner Bachlauf mit Wasserfällen und Pools und verschafft dieser
sonst so wüsten Gegend ein nahezu liebliches Aussehen.
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| Der Weg aus dem Canyon
bescherte uns einen wunderschönen Blick auf die Gipfel der Anden
und Thomas meinte, dass es die Kombination von Kakteen und schneebedeckten
Bergen wohl recht selten gibt auf dieser Welt. |
| Die kleinen Wanderungen auf über
4000 m ü. NN. waren recht anstrengend. Wir sind im Schneckentempo durch
die Landschaft gelaufen und bei Anstiegen haben wir manchmal geschnauft wie Asthmakranke.
Aber im Laufe der Tage wurde es besser.... |
| Ein ganz
besonderer Tag war der Tag mit Rob und Jan aus Neuseeland. Beide arbeiten
als Botaniker für den Royal National Garden in Australien. Sie wohnten in
der Lodge im Zimmer neben uns und fragten uns, ob wir nicht Lust hätten,
gemeinsam mit Ihnen eine Tour zu machen. Da haben wir nicht Nein gesagt -
wann hat man mal die Gelegenheit mit Wissenschaftlern unterwegs zu sein.
So haben wir bei der
Seniora um die Ecke Empanadas und Wasser gekauft und dann gings auch schon
los. Geplant war ein Circuit bei dem wir verschiedene Lagunen besuchen
wollten. |
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| Wir haben
immer wieder angehalten, weil die beiden Pflanzen studiert haben, aber
für uns war das auch sehr interessant. Außerdem war die Landschaft so
außergewöhnlich: symmetrische Vulkankegel, eine karge Vegetation, die
Weite und Klarheit - das war schon ganz besonders. Thomas war vor allem von
den Farben der der Landschaft begeistert.
Und dachten wir immer,
dass der Himmel nirgends blauer ist als in Namibia, müssen uns uns nun
verbessern: Der Himmel über der Atacamawüste ist ebenso blau. |
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Eigentlich wollten wir ja
eine Runde fahren und auf der Straßenkarte war lediglich eine Straße
eingezeichnet, aber immer wieder gab es Abzweigungen und wir wussten dann
nicht, wohin. irgendwann landeten wir in einer Sackgasse, in einem engen
Tal, wo es nicht mehr weiterging.
Wieder eine Kreuzung und
keiner wusste, wo´s lang geht... |
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GPS-Daten: 23
29 20 -8 S; 67 44 34-3 W, 4315 m ü.
NN.
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Dort auf ca. 4000 m ü. NN haben
wir unsere ersten Lamaherde gesehen. Diese sind im Gegensatz zu den
Vicunas domestizierte Tiere und liefern sowohl Wolle als auch Fleisch. |
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| Irgendwann
kam uns ein Auto entgegen und der Fahrer meinte, wir wären jetzt auf der
richtigen Straße, aber diese sei sehr schlecht. So sind wir ca. 2 Std.
durch die karge Landschaft gefahren, immer wieder an irgendwelchen
Abzweigungen gestanden, haben eine Kollektiventscheidung getroffen und
dann sahen wir die Laguna Leija vor uns liegen. Wunderschön umrahmt von
Vulkanen, die Lagune in zartes Grün und Gelb getaucht. |
| Der Blick auf
die Karte sahen wir, dass wir erst 1/3 der ursprünglich geplanten
Strecke zurückgelegt hatten und dabei war schon 17.00 Uhr. So beschlossen
wir, den gleichen Weg zurück zu fahren.
Auf dem Weg zurück sahen
wir dann einen Suri, ein sehr seltener Laufvogel und die Kakteen
mit den roten Stacheln leuchteten im Gegenlicht der Sonne besonders
schön.
Dear Jan and Rob,
it was a wonderful day we spent together. Thank you so much and hope to
see you again - in New Zealand, Australia or Germany. |

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