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| Namibia - der
Norden |
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Namibias
Norden zeichnet teilweise ein ganz anderes Bild als der Süden. Die
Landschaften sind kontrastreich und reichen von der Felsenwüste im
Kaokofeld über die Savannen- und Steppenlandschaft des
Etosha-Nationalparks mit seinen ausgetrockneten Salzpfannen, bis zum
Caprivistreifen, der mit seinen seerosenbewachsenen Wasserwegen so ganz
anders wirkt, wie das restliche Namibia.
Uns ist die Zeit
davongelaufen und so mussten wir den geplanten Besuch im Kaokofeld
streichen. Auch den Caprivistreifen haben wir uns für einen nächsten
Besuch in Namibia aufgespart.
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| Etosha-Nationalpark |
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| Der
Etosha-Nationalpark ist einer der größten Nationalparks in Afrika. Der
Park erstreckt sich rings um die große Etoshapfanne, die dem Park den
Namen gab und ist mit seiner reichen Tierwelt ein unbedingtes Muss. |
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| Leider hat es
während unserer Zeit im Etosha-Nationalpark jeden Tag am Abend geregnet,
was dazu führte, dass die Wasserstellen meist wie ausgestorben waren.
Dennoch haben wir unzählige Kudus, Oryxantiopen, Giraffen, Zebras,
Impalas, Springböcke, Kuhantilopen, Gnus, Schakale und natürlich jedem
Menge Vögel gesehen. |
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| Obwohl
der Etosha-Nationalpark eine große Population von Elefanten und
Nashörner aufweist, bekamen wir diese nicht zu Gesicht - dafür aber eine
Schildkröte und eine Python, die sich am Morgen in der Sonne
aufwärmte (beide sieht man echt selten). |
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| Brandberg |
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| Der
Brandberg ist nicht nur Namibias höchstes Bergmassiv, die Gegend um den
Brandberg ist zugleich auch Afrikas größte Freiluft-Kunstgalerie.
Mehr als 44.000 verschiedene Felsgravuren - und zeichnungen sind bislang
entdeckt und katalogisiert worden.
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| Für uns war
es die Übernachtung am Fuße des Brandbergs, die uns tief in Erinnerung
bleiben wird. Da wir die Gegend so schön fanden, sind wir einfach ein
Stück von der Straße abgefahren und haben "in the middle of nothing"
das Zelt aufgebaut. Und am Abend, als die Sonne unterging, haben wir
verstanden, woher der Brandberg seinen Namen hat. |
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| Der
Berg leuchtete in tiefem Rot und schien zu brennen, die Stimmung war
friedlich und fast meditativ. Und wieder war da die Stille, die nicht
von dieser Welt zu sein schien. |
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| In
der Nähe des Brandbergs liegt Twyfelfontain. Auf diesem ehemaligen Farmgelände und mittlerweile
UNESCO -
Weltkulturerbe kann man unzählige Felszeichnungen und Felsgravuren
bestaunen. Diese sind teilweise über 2000 Jahre alt und lassen das
Alltagsleben als auch die spirituelle Welt der Buschmänner lebendig
werden. Besonders überrascht hat uns, dass die nomadisierenden
Buschmännern, die in der Wüste lebten, bereits Seehunde kannten. Dies
lässt darauf schließen, dass sie den weiten Weg zur Küste
zurücklegten. |
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| Nicht
nur die Felszeichnungen haben uns beeindruckt - auch die vom Wind
geschaffenen Felsformationen. Immer wieder sind wir erstaunt, was die
Natur alles zu schaffen vermag. |
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| In
dieser steinigen Gegend gibt es nicht nur Felsen sondern auch Tiere, die
sich hier hervorragend angepasst haben. Lange haben wir Fels-Agamas
beobachtet.... |
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Fels-Agama (weiblich) |
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Fels-Agama
(männlich) |
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Auf der Fahrt
vom Etosha Nationalpark zurück in den Süden das Landes übernachteten
wir auf dem Gelände einer Farm. Am Morgen, als wir uns von den Farmleuten
verabschieden wollten, stieg ich aus dem Auto und es kam eine Giraffe
direkt auf mich zu. Sitzt man im Auto und neben einem steht eine Giraffe,
fühlt man sich ziemlich sicher - aber wenn so ganz ohne Schutz eine 3,5 m
große Giraffe auf einen zuläuft und dabei noch ziemlich interessiert
schaut, dann fühlt man sich doch etwas beklommen. Wir vermuten,
dass diese Giraffe eine Handaufzucht und somit zahm war und lediglich ihre
Streicheleinheiten abholen wollte. Man muss es nur wissen.... |
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| ....gleich
steigt sie ein... |
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| Wenn ich
heute an Namibia zurückdenke (wir sind mittlerweile in Buenos Aires) dann
wird mir mitunter schmerzlich bewusst, wie sehr ich die Stille des Landes
und vor allem auch den großartigen Sternenhimmel in der Nacht vermisse.
Namibia lässt einen aufatmen, zur Ruhe kommen und ist ein Labsal für die
Seele. Wir sind bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen. |
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